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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Nackenschmerzen


Förster
27.03.2015, 15:22
Hallo zusammen!

Ich benötige wiedermal ein paar Tipps von euch.
Habe seit ca. 3 Monaten schleichende und stetig zunehmende Nackenschmerzen die einfach nicht abklingen wollen. Anfangs ganz harmlos, doch mittlerweile schon fast in eine Art Kopfschmerz-Migräne überrgehend und das auch an Tagen an den ich kein Sport treibe. Ich glaube die vermießen mir langsam das Radfahren. Speziell im Gelände habe ich nach einer Einheit einen völligen Matschkopf und das obwohl ich an meiner Radgeometrie nix verändert habe. Hatte auch sonst in Vergangenheit nie Probleme mit dem Nacken, aber jetzt ist da was faul.
Hat vieleicht einer von euch ähnliches durchlebt und kennt paar Tipps dagegen?

bubsches
27.03.2015, 15:52
Hallo zusammen!

Ich benötige wiedermal ein paar Tipps von euch.
Habe seit ca. 3 Monaten schleichende und stetig zunehmende Nackenschmerzen die einfach nicht abklingen wollen. Anfangs ganz harmlos, doch mittlerweile schon fast in eine Art Kopfschmerz-Migräne überrgehend und das auch an Tagen an den ich kein Sport treibe. Ich glaube die vermießen mir langsam das Radfahren. Speziell im Gelände habe ich nach einer Einheit einen völligen Matschkopf und das obwohl ich an meiner Radgeometrie nix verändert habe. Hatte auch sonst in Vergangenheit nie Probleme mit dem Nacken, aber jetzt ist da was faul.
Hat vieleicht einer von euch ähnliches durchlebt und kennt paar Tipps dagegen?

- lass dich untersuchen, es kann eine Schädigung der Halswirbelsäule (Propulsion einer Bandscheibe vorliegen)
- die HWS ist, anders als der Rest der Wirbelsäule, hochmobil und bei unzureichender muskulärer Unterstützung (Haltearbeit) vor allem in der typisch überstreckten Position auf dem Rad Schlägen ausgesetzt, die Schädigungen hervorrufen können
- die Kopfschmerzen deuten auf ein Ausstrahlen der Verspannungen in die Hirnhäute hin, zumindest nimmt das die Ostopathie an.
- halte den Hals und die Schultermuskulatur mit einem Buff/ Tuch immer warm.

Förster
27.03.2015, 16:35
Uff..,das klingt ja hochbedenklich!
Da werde ich am Montag wohl lieber mal zum Arzt gehen, dachte eigentlich jehmand hat vieleicht paar Übungen parat die das Problem klären könnten, aber wenn das so ist dann soll mal lieber der Dok schauen auch wenn ich äußerst ungern bei den Pfuschern bin..

Advanced_Sl
27.03.2015, 17:19
Die Osteopathie nimmt nicht an, daß Kopfschmerzen aufgrund einer Verspannung der Hirnhäute entstehen. Dies kann (auch wenn es so nicht beschrieben wird, sondern etwas anders), einer von vielen Gründen sein.
Wenn es um Muskulatur geht: man weiß, daß ein Hypotrophie der Typ 2 Muskeln bei fast allen Rückenschmerzen, die muskulär bedingt sind, vorhanden ist. Also gilt auch bei der Halswirbelsäule nach einer Eingewöhnung: go hard or go home.
Wen es interessiert, Studien dazu gibt es bei fpz. Von A. Denner.

Crossladen
27.03.2015, 17:48
Dehnen kann helfen, Vorbau höher.
In jedem Fall Arzt.

Advanced_Sl
27.03.2015, 17:52
Arzt sollte immer der erste Ansprechpartner sein.

bubsches
27.03.2015, 18:16
Hallo Förster, Hallo AdvancedSL

ich bin keine Arzt oder Physiotherapeut, hatte aber das selbe Problem und bin beim Osteopathen gewesen, der mir sehr gut geholfen hat. Mit ein paar kräftigenden Übungen habe ich viel verbessert und bin den Schmerz fast losgeworden.
Wie Elmar schreibt, kann es auch an der Sitzposition liegen. Ist immer problematisch, so etwas über das Netz zu besprechen. Lass Dich untersuchen.

@AdvancedSL: was heißt go hard or go home in Bezug auf die Typ-2 Rückenmuskulatur?

Advanced_Sl
27.03.2015, 18:20
Go hard or go home: hochintensiv oder maximalintensiv. Also Energiegewinnung anaerob alaktazid oder anaerob laktazid.

Das mit der Beschreibung von den Kopfschmerzen war ja auch keine Kritik. Nur ein kleiner Hinweis. War nicht böse gemeint.

arno¹
27.03.2015, 19:52
sternocleidomastoideus training :D

http://fitness-und-training.de/2010/03/der-nacken/
http://fitness-und-training.de/2010/03/ubungen-fur-die-nackenmuskulatur/

für radsport: nicht die ringerbrücke!, sondern kopf zur brust

gesendet vom telefon

bubsches
27.03.2015, 22:33
Go hard or go home: hochintensiv oder maximalintensiv. Also Energiegewinnung anaerob alaktazid oder anaerob laktazid.

Ok. Noch nie gehört!

Das mit der Beschreibung von den Kopfschmerzen war ja auch keine Kritik. Nur ein kleiner Hinweis. War nicht böse gemeint.

Ich weiß, habe ich auch nicht so verstanden. :)

Advanced_Sl
28.03.2015, 08:55
Das große Problem mit hochintensivem Krafttraining an der Wirbelsäule ist ein anderes. Wenn man isoliert bestimmte Muskelgruppen trainieren will (ich kenne die Kritik an isoliertem Training, müssen wir nicht diskutieren), braucht man bestimmte Geräte. Vor allem für den Hals. Die hat nicht jeder. Die sind auch teuer. Die drei Firmen, die solche Geräte herstellen, lassen sich das teuer bezahlen. Auch haben die meisten Therapeuten ein großes Problem mit hochintensivem Krafttraining. Vor allem Physios. Obwohl wir immer mehr auf evidenzbasiertes behandeln gedrängt werden. Und es gibt aktuell nichts im Bereich Krafttraining, was so eine Studienlage hat, wie das fpz-System. Die trainingsphysiologischen Grundlagen sind seit Jahrzehnten bekannt. Nur umgesetzt wird es von den wenigsten.
Mir ist bewusst, daß auch andere Methoden anderen geholfen haben. Ich mobilisiere, manipuliere und dehne ja auch. Aber auf lange Sicht gesehen, muss man sagen, daß wir Therapeuten einiges verbessern könnten. Liegt oft an Ignoranz, Unwissenheit oder einfach Dummheit.
Aktuell werden die Faszien gehypt. Das ist gut und recht, die wurden von der Schulmedizin lange ignoriert. Therapeuten aller Art behandeln schon immer Faszien. Nur jetzt haben wir die wissenschaftlichen Grundlagen für unser behandeln. An der Art der Behandlung ändert dies an und für sich nichts.
Alles spannende Themen, die dem threadersteller kaum helfen. Normale gymnastische Übungen werden ihm helfen, keine Frage, aber effektiv ist was anderes.
Jetzt noch was zum Thema: die extension der Brustwirbelsäule ist ein zu selten gesehenes Problem für den Hals. Stehst du in einer starken Beugestellung, wird der Hals durch eine extension kompensieren. Deshalb immer (!) die extension der BWS trainieren. Radfahrer sowieso. Wen eine effektive Anleitung gewünscht ist, schreibe ich mal eine vom PC aus. Vom Handy ist das umständlich.

arno¹
28.03.2015, 21:10
ich weiß nicht

einfach die halsmuskulatur gegenüber der nackenmuskulatur stärken kann ja als radsportler nur sinnvoll sein. dafür braucht man sich nur auf den rücken legen und etwa zwanzig bis fünfzig mal das kinn zur brust neigen, ein paar mal in der woche

gesendet vom telefon

Advanced_Sl
29.03.2015, 03:16
Reicht nicht. Wird zwar helfen, reicht aber nicht. Genau darin liegt auch das Problem. Es wird trainiert, aber nicht intensiv genug.
Wenn es hilft und der Patient glücklich ist, ist es schön und gut. Aber nachhaltig und effektiv ist es nicht.

Förster
29.03.2015, 14:44
Jetzt noch was zum Thema: die extension der Brustwirbelsäule ist ein zu selten gesehenes Problem für den Hals. Stehst du in einer starken Beugestellung, wird der Hals durch eine extension kompensieren. Deshalb immer (!) die extension der BWS trainieren. Radfahrer sowieso. Wen eine effektive Anleitung gewünscht ist, schreibe ich mal eine vom PC aus. Vom Handy ist das umständlich.

Jo, das mit der Anleitung wäre spitze, ich denke da profitiern wir alle von.
Schon mal besten Dank im vorraus!

arno¹
02.04.2015, 20:36
Jetzt noch was zum Thema: die extension der Brustwirbelsäule ist ein zu selten gesehenes Problem für den Hals. Stehst du in einer starken Beugestellung, wird der Hals durch eine extension kompensieren. Deshalb immer (!) die extension der BWS trainieren. Radfahrer sowieso.
extension bws = streckung brustwirbelsäule? gibt es auch dazu einfache übungen? etwa: auf dem bauch liegend den kopf vom boden heben, dabei auf einen geraden hals achten

wäre das zb ok

gesendet vom telefon

Advanced_Sl
03.04.2015, 09:16
Wäre okay. Effektiveres und einfacheres kommt noch...

Crossladen
03.04.2015, 09:25
Wir haben ein Überkopfpopgerät (https://www.google.de/search?q=h%C3%A4ngestreckger%C3%A4t&espv=2&biw=1777&bih=887&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ei=dk4eVdaSBMXsaMiXgtgG&ved=0CAcQ_AUoAg&dpr=0.9) im Laden. :D

Advanced_Sl
03.04.2015, 09:34
Die Dinger waren mal der letzte Schrei...

Crossladen
03.04.2015, 09:37
Die Dinger waren mal der letzte Schrei...

..und so alt ist es auch ..........

Advanced_Sl
03.04.2015, 09:38
Aus den achtzigern?

Crossladen
03.04.2015, 10:13
Aus den achtzigern?

habs zu Abizeiten bekommen, müsste demnach 83 oder 84 gewesen sein.
Vor zwei Wochen fiel die Halterung für die Füsse ab :eek::eek::eek::eek::eek: Gott sei Dank nicht als einer dranhing, oder gar zwei :D

Das stand schon in Kl. Am Seß.

https://www.google.de/maps/place/Caf%C3%A9teria+zum+Se%C3%9F/@49.4499,7.7706,15z/data=!4m2!3m1!1s0x0:0x899537c5423451ba

Advanced_Sl
10.04.2015, 06:16
Aus Zeitgründen konnte ich noch nicht wirklich was schreiben. Unser Nachwuchs musste ins Krankenhaus und wir mussten uns jetzt mit den Folgen dieses Aufenthaltes herum ärgern.
Ich fange mal kurz an:
Man nehme eine Socke und zwei Tennisbälle. Die Bälle steckt man in den Socken. Ganz vorne. Dann macht man direkt hinter den Bällen einen Knoten. Ganz geschickte tapen vorher die Bälle mit etwas tape zusammen. Dann legt man das Gerät auf den Boden und legt sich selbst drauf. Und zwar mit dem Ende der Brustwirbelsäule. In etwa da, wo die letzten Rippen sind. Die Dornfortsätze kommen in die Kuhle zwischen den Bällen. Gerade und entspannt für eine halbe Minute liegen bleiben. Dann geht man etwas höher und wiederholt das ganze. Halbe Minute entspannt liegen. Bis zum Ende der Brustwirbelsäule. Nicht im Hals! Ihr werdet an manchen Stellen spüren, daß dies unangenehm sein kann. Dann wartet man zwei oder mehr Tage. Bis man nichts mehr im Rücken merkt. Dann macht man das wieder. Wichtig einmal. Und vorerst nur wiederholen, wenn man gar nichts mehr davon merkt. Dann kommt irgendwann Teil zwei.

arno¹
10.04.2015, 09:29
klingt interessant. danke !!! (auf dem rücken vmtl?)

ich habe leichten scheuermann und ziemlich gleitwirbel und wahrscheinlich wird das iwie knacken. aber das stört ja nicht?

gesendet vom telefon

Advanced_Sl
10.04.2015, 11:36
Das knackt bei mir auch. Es kann halt zwei oder drei tage unangenehm sein. Aber das vergeht. Wenn man gar nichts mehr merkt, kommt die Steigerung. Erkläre ich bei Gelegenheit. Ich suche auch mal ein Video.

arno¹
13.07.2015, 22:15
hast du auch noch teil zwei

die erklärung mit dem entspannen auf den tennisbällen klingt schon mal super, werde ich jetzt endlich mal testen, da ich jetzt mal kurz urlaub habe.

heute habe ich den unteren rücken durch liegen auf dem gartentisch und herunterhängenlassen der beine verbessert. morgen werde ich wandern (für den unteren rücken), eine größere runde radfahren und abends länger schwimmen (u.a. für den nacken)

im moment habe ich stark rücken (zieht bei längerem radfahren bis in die beine) und nacken (natürlich besonders beim radfahren). demnächst werde ich definitiv 120 km crossen, mit sehr viel gelände

aktuell habe ich mir computer, sitz, und kfz verbot erteilt :D

Advanced_Sl
24.09.2015, 13:48
Sorry, war lange im Krankenhaus und bin noch nicht wieder fit. Hatte eine neokrotisierende Fasziitis (wenn es interessiert: Google) im linken Oberarm und werde wohl nochmals ins Krankenhaus müssen.
Letztes Jahr einen Tumor, dieses Jahr sowas. Zum Kotzen!

arno¹
24.09.2015, 17:55
ouh übel

dann hast du wohl sogar noch glück gehabt. allerbeste genesung!!!

Gesendet von meinem SM-G900F mit Tapatalk

Advanced_Sl
24.09.2015, 19:14
Danke! Hört hoffentlich bald auf. Bisher in kürzester Zeit sechs Operationen.
Immerhin haben sie mir das letzte bißchen Unterhautfettgewebe aus dem linken Arm entfernt.

Crossladen
24.09.2015, 19:42
Beste Besserung.:)

klaus
24.09.2015, 23:10
Lass es für dich jetzt einfach vorbei mit dem Mist sein..

Advanced_Sl
25.09.2015, 06:40
Danke!

talybont
25.09.2015, 06:41
Alles hat irgendwann ein Ende - das wird wieder werden. Gute Besserung!!!

Förster
28.09.2015, 20:30
Guten Abend zusammen.

Als Beitragersteller hier mal ne kurze Rückmeldung zu meinem (damaligen) Problem, vieleicht hilft's jemanden:

Ich war natürlich damals gleich beim Arzt welcher mir anschließend Physio (normal Massagen + Triggerpunktmassagen) verschrieben hatt. Die Behandlung schlug aber nur langsam an.
Nach ca. 3 wochen war ich die Schmerzen los, zumindest dachte ich das zu fühlen.

Eine richtige Genesung stellte sich jedoch erst ein (eher zufällig) nachdem ich mit paar Freunden eine 14 tägige Kanutour in Meckpomm unternommen hatte. Ab diesem Moment fühlte ich erst wieder wie es ist wenn der Nacken "frei" ist. Ich vermute mal das bei mir bissel Rückentraining zur Stabilisation fehlt...

Seitdem ich vorletzte Woche mit dem Rennrad aus Tirol zurückgekommen bin hat sich das Leiden jedoch wieder eingeschlichen..
Naja, hab das Bike erstmal stillgelegt und gehe jetzt wieder Laufen.
Für den Rücken bzw. für die Ruderarbeit habe ich meinen alten Expander wieder hervorgekramt...mal sehen ob der was bringt.

Advanced_Sl
06.10.2015, 13:26
Hallo,

fast alle Rückenprobleme, die nicht auf morphologischen Ursachen oder Unfällen beruhen, sind muskulär bedingt (macht etwa 95% aller Rückenschmerzen aus, egal ob oben, unten oder mitte). Deshalb gibt es, auch auf wissenschaftlicher Grundlage, nur eine Lösung: Kraftraining. Dabei ist es egal, welcher Art. Alles hilft. Das Nonplusultra ist allerdings Hoch- und Maxiamlintensives Training. Alles andere, wie Beweglichkeitstraining - auch das von mir beschriebene, sind nur hübsches Beiwerk. Hier mal ein kleiner Ausschnitt: http://www.fpz.de/forschung.html
Oder Studien von Achim Denner googlen. Es gibt viele Theorien und Modelle, aber keines hat den wissenschaftlichen Stellenwert der Studien von Denner.
Natürlich gibt es viele andere Arten von Krafttraining. Ob man Kieser, Crossfit, olympisches Heben oder sonst was macht. Das wichtigste ist das Training der Fastwitchmuskulatur.
Beim Kanufahren hattest du den Effekt. Die erste Änderung ist die intramuskuläre Koordination. Mehr Fasern sprechen auf einen Nervenimpuls an. Deshalb hat man zu Beginn eines Trainings auch einen enormen Steigerungseffekt. Gehen wir mal weiter. Definieren wir Training, so haben wir (je nach Quelle) es mit einem überschwelligen Reiz zu tun, der morphologische Anpassungen hervorrufen soll. Deshalb wird beim FPZ und Kiesertraining normalerweise bei jeder Trainingseinheit etwas angepasst. Wenn man beim FPZ zum Beispiel ein bestimmtes Gewicht über 20 sec lang nutzen kann, muss das Trainingsgewicht erhöht werden. Natürlich muss die Ausführung passen.
Warum kamen deine Schmerzen wieder? Beim Rudern hast du einen guten Reiz gesetzt. Du hattest erste morphologische Veränderungen. Allerdings hat das nicht gereicht.
Deshalb: es gibt allesmögliche an Übungen. Ich habe meinen Patienten auch ein Theraband in die Hand gedrückt. Jede Bewegung ist besser als gar keine. Aber das effektivste Training erreicht man nur durch hartes Training. Viel Gewicht. Harte Arbeit.
Auch das in manchen Bereichen sehr effektive LnB und vor allem die Übungen davon bauen auf hochintensivem Training auf.

Förster
06.10.2015, 20:37
Abend!

Ich hatte eigentlich das ganze Jahr über nix wirklich für den Oberköper getan, erst im Juni halt bei unserer Kanutour.
Dafür war die dann umso anstrengender, sind ca. 30 Km pro Tag zwei Wochen nonstop gefahren, sozusagen ein Fulltime-job. Die ersten 3-4 Tage waren ziehmlich hart, dann hatte sich der Körper drann gewöhnt und das "Kilometerfressen" machte richtig Laune, vorallem bei der Aussicht in der Wildnis.
(Dreimannkanu a zwei Personen + ca. 70 kg Gepäck mit Stechpaddel)

Geschlafen haben wir alle im Schlafsack auf einer harten Isomatte, rückblickend war die sogar (komischer Weise) angenehmer als meine Bettmatraze..
Nach dem Urlaub fühlte ich mich sehr ausgewogen, auch die Haltung am Arbeitsplatz (Büro) war auf einmal angenehmer als zuvor.
Aber auch beim Radfahren, vorallem beim Sprint, war die Haltung bombenfest und sehr präzise!

Danach hatte ich meinen Rücken wieder vernachlässigt (sehe ich jetzt so). Bin dann wieder nur Rad gefahren.., viele Intervalle da ich mich auf die Alpen vorbereitet hatte. Naja und Mitte September gings dann wieder los mit dem Betonnacken und Kopfschmerzen..

Muss aber sagen seitdem ich 4 mal die Woche Laufe (Als Ausgleich zum Rad) klingt der Schmerz wieder ab und es wird besser. Expander nutze ich auch 1-2 Mal die Woche, auch wenn das von der Anstrenung mit richtigen Rudern oder Paddeln nicht vergleichbar ist...,will mich aber nicht wirklich ins Fitnessstudio schleppen...Es muss doch noch andere geeignete Methoden für Zuhause geben..?

arno¹
07.10.2015, 20:45
Das Nonplusultra ist allerdings Hoch- und Maxiamlintensives Training. Alles andere, wie Beweglichkeitstraining - auch das von mir beschriebene, sind nur hübsches Beiwerk. [...] Ob man Kieser, Crossfit, olympisches Heben oder sonst was macht. Das wichtigste ist das Training der Fastwitchmuskulatur.
danke für deine einschätzung - ich versuche gerade mehr darüber rauszufinden

training der schnellzuckenden muskelfasern klingt natürlich ketzerisch, würde aber zum beispiel auch den erfolg mit den schwingstäben erklären

im moment experimentiere ich mit hochfrequentem kopfschütteln (der schädel hat ein sehr hohes eigengewicht), alles natürlich im zentimeterbereich. und hochfrequentem schulterzucken, armheben usw.

erster eindruck: vorsichtig ausgeführt scheint das nicht nur eine option zur kurzfristigen schmerzverringerung/lockerung zu sein, sondern sollte ja auch kräftigen ... und man kann sowas ja immer zwischendurch machen, wenn man nicht gerade beobachtet wird :D

gesendet vom telefon

Biker1
04.12.2015, 13:12
Hier wurde ja schon einiges gesagt, das mit den Tennisbällen hat mir auch gut gegen Verspannungen im Rücken und auf Dauer gegen Schmerzen geholfen.

Hatte auch chronische Schmerzen in der HWS, Physio hat nichts gebracht, der Arzt stellte einen Bandscheibenvorfall fest und wollte gleich operieren, aber ich finde das viel zu vorschnell. Habe mit Übungen angefangen, bin zum Osteopaten gegangen und jetzt geht's mir besser, keine Beschwerden mehr. Ich weiß nicht, wie lange das anhält, aber ich denke, man sollte alles Mögliche ausprobieren, bevor man sich operieren lässt.

Der Zustand der Wirbelsäure hängt ja auch maßgeblich von der Muskulatur ab, wie schon einige hier geschrieben haben.

Powerhouse
10.12.2015, 14:03
Ich weiß, dass mir Wildwasserkajaken immer extrem geholfen hat. Ist aber halt nix für jeden.

Das A und O ist bei mir aber die richtige Sattelüberhöhung und Sitzposition. Es ist halt nicht jeder für uns für eine sportliche Sitzposition gemacht! Ich bin 193 groß und habe mit Überhöhungen zwischen 6 und 8 cm experimentiert. Die 6 cm waren mir zu wenig. Nach dem umdrehen des Vorbaus waren die 8 cm zu viel. Nach vielem testen mit längeren und kürzeren Vorbauten nahm ich nur einen 5 mm Spacer raus habe jetzt eine Überhöhung von 6,5 cm. Viele mögen über die rentnertaugliche Positon schmunzeln. Aber ich bin schmerzfrei unterwegs. Und nur daruf kommt es an.

Früher konnte ich auch mehr Überhöhung fahren. Man wird aber halt auch nicht jünger. Also experimentiere mal mit deiner Sitzposition. Mach aber nicht den Fehler wie ich, dass du zuerst viel zu große Schritte unternimmst.

robs80
10.12.2015, 20:44
Hast du mal überlegt eine Sitzpositionsanalyse zu machen? Gibt es für so um die 100,-€.Dort kannst du ja deine Probleme angeben und die sollten wissen wie man dir helfen kann, eventuell auch eine etwas sportlichere Haltung einzunehmen. Im Ernstfall mal einen Sportmediziner aufsuchen.

arno¹
10.12.2015, 21:15
ich denke das eine sitzpositionsanalyse beim rennrad und nackenproblemen nicht hilft sondern nur spezielles training

"nackenprobleme": ich kenne leute die selbst mit gleitwirbeln und hws bandscheibenvorfällen noch rennrad fahren

einen kenne ich, der ist um 60 und hat sogar mit metallstangen versteifte hws. zeitfahren macht er jetzt allerdings nicht mehr, weil er nichts sehen kann ...

gesendet vom telefon

robs80
11.12.2015, 08:03
Mit dem Training der Nackenmuskulatur mildere ich die Umstände. "Bekämpfe" aber nicht die Ursache. Gerade beim Radfahren kann eine kleine Anpassung große Effekte haben. Meistens sind die Ursachen für Leute ohne entsprechende Kenntnisse nicht plausibel z.B. "Was hat der Sattel damit zu tun warum ich bei längerer Strecke taube Finger bekomme?" Mit einer Sitzpositionsanalyse kann ich zumindes die Ursache herausfinden. Geschweidge denn wen ich die Ursache bereits kenne mir von Sportmedizinern Hilfe holen. Das ist jetz kein Aufruf das jeder eine Analyse machen soll. Nur wenn ich über einen längeren Zeitpunkt Beschwerden habe und die nicht in den Griff bekomme, kannsowas schon helfen.

Chefritsch
11.12.2015, 13:20
Interessanter thread
Selbe Symptome habe ich auch
Ab ca 80 km fängt es an wenn es eine harte Einheit war dann überträgt sich der Schmerz auf den nächsten Tag und auch Migräneartig echter bullshit
Nehme dann ein Schmerzmittel was meistens dann hilft
Hab bis jetzt auch noch nix wirkliches gefunden was hilft außer das ich meine Haltung während der Fahrt öfter mal kontrolliere und feststelle das ich die Schultern hochziehe was angeblich zu diesen Schmerzen führen kann.
Bin gespannt ob es hier weitere Tipps gibt

Förster
11.12.2015, 17:14
Interessanter thread
Selbe Symptome habe ich auch
Ab ca 80 km fängt es an wenn es eine harte Einheit war dann überträgt sich der Schmerz auf den nächsten Tag und auch Migräneartig echter bullshit
Nehme dann ein Schmerzmittel was meistens dann hilft
Hab bis jetzt auch noch nix wirkliches gefunden was hilft außer das ich meine Haltung während der Fahrt öfter mal kontrolliere und feststelle das ich die Schultern hochziehe was angeblich zu diesen Schmerzen führen kann.
Bin gespannt ob es hier weitere Tipps gibt

Das "Schulternhochziehen" kenne bzw. kannte ich auch. Im Prinzip ist das ein Zeichen für eine erschöpfte oder überlastete Rückenmuskular. Gerade wenn man etwas doller reinlatscht (Berge oder Sprints) muss der Oberkörper gestützt werden sodas die Kraft auch richtig auf die Pedal übertragen werden kann. Diese Stützpostion nimmt man meist automatisch ein..fühlt sich wie ein "in das Rad verkrallen" an..Die Stützkraft wirkt von den Händen über den RÜCKEN zum Becken. Ist die Rückenmuskulator am Ende zieht man dann oft die Schultern hoch.
Deshalb Rücken trainieren., wenn die Beine immer mehr Power bekommen muss der Rücken auch verstärkt werden damit man die Leistung auch dauerhaft nutzen kann. Im Prinzip verhält sich das so als wenn ein Trabant mit Porschemotor fahren würde.. Rahmen und Radaufhängungen würden warscheinlich bald Materialermüdungen erleiden.

Diese Übung hilft mir derzeit richtig gut, seitdem habe keine Problme mehr (Bitte aber langsam mit den Gewichten steigern):
https://www.youtube.com/watch?v=pefFiNNExJY

Chefritsch
12.12.2015, 20:00
Also bleibt nix andres erst ma übrig mit Gewichten rum zu hantieren :grienen:
Is eigentlich nicht so mein Ding aber wenn es hilft
Danke für den Tipp :daumen:

Förster
13.12.2015, 12:14
Naja, da müssen nicht unbedingt Hanteln verwendet werden.
Hauptsache ist das eine Belastung ausgeübt wird, die zum Körper hin wirkt.

Mal grob verallgemeinert:

- Kraft die vom Körper weg wirkt, traniert hauptsächlich die Brustmuskulatur
(Übungen: Liegestütze, Bankdrücken etc..)

-Kraft die zum Körper hin wirkt, traniert hauptsächlich die Rückenmuskulatur
(Übungen: Klimmzüge, Rudern, Langhantelrudern, Kreuzheben..)

Wie gesagt das Langhantelrudern wirkte bei mir echt Wunder, nach nur 2 Wochen Training war'n die Beschwerden schon nahezu komplett verschwunden und ich kann endlich wieder beschwerdefrei lange bolzen.
Weiterer Vorteil einer Langhantel ist, dass man damit auch prima Kniebeuge machen kann und somit die Maximalkraft für's Radfahren generel traniert.
So ein Teil ist in jedem Fall seine 50 Euro Wert und lässt sich bei Bedarf auch wieder easy verkaufen, da es immer Leute gibt die pumpen..
Ansonsten halt Klimmzüge oder Kreuzheben mit einer Getränkekiste bzw. ähnliche Übungen..

Konnte mich dem Krafttraining anfänglich auch nicht so recht öffnen, aber jetzt wo ich merke das es wirkt und hilft bin ich sehr motiviert was das anbetrifft.

Mein persönliches Fazit:
Wer viel und immer NUR Rad fährt, wo möglich noch sportlich-ambitioniert, befindet sich auf den besten Weg zur körperlichen Disbalance.;)