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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Verpflegung unterwegs


katie_x
10.09.2013, 15:57
Bei mir kann man zwar nicht von professionellem Training sprechen, aber verbringe doch hin und wieder einige Stunden und Kilometer auf dem Rad. Nach anstrengenden Touren baut mein Körper auf dem Heimweg dann manchmal so enorm ab, dass ich es mit Mühe und Not noch zurück schaffe. Ich fühle mich dann ganz schummrig und kraftlos und habe das Gefühl, meinen Körper nicht mehr richtig kontrollieren zu können. Ist das vielleicht schon eine Unterzuckerung? Ich frühstücke vor den Ausflügen immer ordentlich (Müsli mit Joghurt und Obst) und habe für die Tour Müsli- oder Powerriegel und genug Wasser dabei. Mache ich irgendwas komplett falsch oder habt ihr generelle Tipps zur Ernährung vor herausfordernden Touren?

SXHC
10.09.2013, 16:15
Wo oft, viel rollst du unter der Woche??

Wie isst du unterwegs?

Könnte auch einfach das Ende jeglicher Kohlehydrate in den Muskeln sein...passiert eher, weil zu spät gegessen wird...

Andisch
10.09.2013, 16:35
Ne Cola und ein Snickers bringen dich immer heim. :-))

Im Ernst: Kohlenhydrate müssen schnell verfügbar sein. Ein Müsliriegel ist meisst zu wenig und nicht "schnell" genug.

gunpowdertea
16.09.2013, 11:24
Es gibt im Netz einiges an Selbstbackrezepten für Riegel, mit Kartoffeln + Banane + Haferflocken + Nüsse + Honig oder so. Sind leckerer als das Chemiepanschzeug von den meisten Firmen. Ich frier die ein, pack vor der Ausfahrt zwei oder drei in nem Gefrierbeutel in die Trikottasche und werf dann nach ner Stunde oder so den ersten ein. Meiner Meinung nach ist es wichtig, die Energie rechtzeitig zuzuführen. Auf Veranstaltungen unter so 2,5 Stunden brauch ich nix, vorher nen Stück Kuchen und nen Kaffee und das passt. Ich hab genügend, sagen wir... Hochenergiespeicher... um die Hüfte, allerdings wird Fett wohl nur in Zusammenhang mit Kohlehydraten abgebaut (fat burns in a carb fire oder so, hab ich irgendwo gelesen).
Snickers, Cola, etc. sind gut, wenn man schon kurz vorm Aufgeben ist und dringend was braucht, aber das korrigiert nur die Symptome. Rechtzeitig essen und trinken ist das Entscheidende, mit sinkendem Energielevel sinkt nämlich auch die Konzentration, und dann legt mer sich. Ein anderes Problem kann aber auch sein, dass man die Energie nicht sinnvoll ins System kriegt - der Körper ist so mit dem Radfahren beschäftigt, dass die Verdauung nicht gescheit läuft. Da geht dann am besten so Astronautengel, auch wenn's nicht schmeckt. Dafür liegt es aber auch nicht schwer im Magen. Getränke mit viel Energie und wenig Säure sind auch gut (ich vertrag keine Apfelschorle wenn ich richtig hart und lange fahre, Cola geht auch nicht... der fiese Instant-Zitronentee geht besser).

Susen
17.09.2013, 11:12
Mal mit Traubenzucker probiert? Der geht sofort ins Blut. Kohlenhydrate sollten aber auch nicht fehlen!

Crossläufer
17.09.2013, 17:04
Traubenzucker:niemals: liefert nur einen kurzfristigen Energieschub , danach ist man erschöpfter als vorher .

Micha
17.09.2013, 17:13
Hallo,
ein Freund von mir trinkt immer BANANENNEKTAR weil da alles drin ist.:D:D:D:D

Crossladen
17.09.2013, 17:18
Hallo,
ein Freund von mir trinkt immer BANANENNEKTAR weil da alles drin ist.:D:D:D:D

Es lag mir auffer Tastatur :D:D:D

Micha
17.09.2013, 17:51
Ich war schneller.:D:D:D:D

cpulster
17.09.2013, 19:39
Fahr langsamer, kuerzer oder beides. Du hast kein Ernaehrungsproblem, sondern trainierst falsch. Training ist _kontrolliertes_ kaputtfahren.
Schlaue Buecher, erfahrene Fahrer, evtl. Vereinstrainer mal befragen.
Wird dir keiner "Fress mehr" raten.

Christoph

arno¹
17.09.2013, 19:50
Ich war schneller.:D:D:D:D

ja aber und er trinkt das zeug vor allem aus dem 2L CAMELBAK :eek:

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talybont
17.09.2013, 22:01
Auf Malle haben Speck, Spiegeleier, Würstchen und Pfannkuchen (von allem so 4-6) für alle Touren gereicht.

klaus
17.09.2013, 23:37
Bananen und Malzbier :D

gunpowdertea
18.09.2013, 07:25
Hmja. Kürzer / langsamer fahren ist eine Lösung, klar. Ich sag aber auch nicht "mehr fressen" sondern "früher fressen" (und evtl. anders): Ich hab vor zwei Wochen (oder so?) ne kleine RTF gefahren (120 km), mit An- und Abreise waren es dann knapp über 180km. Gut, die RTF in ner langsamen Gruppe (also so langsam, dass ich nur vorne gefahren bin, will was heißen), aber ständig Nahrung und Wasser zugeführt. Vor ein paar Wochen bin ich alleine auf ner Tour nach knapp 100km fast vom Rad gekippt, hab mehr als ne Viertelstunde auf ner Bank gelegen, mir war schummerig und kotzübel, und musste das letzte Stück zum Zielbahnhof mit der Tram fahren - wie peinlich. Da war es definitiv zu spät gegessen und dann das falsche (was vom Bäcker, süß aber zu fettig).
Aber cpulster hat schon Recht, der Körper muss sich erstmal an das kaputtegfahrenwerden gewöhnen. Taste Dich eher von unten an diese Grenze ran, sonst verlierst Du den Spaß an der Sache und das ist ja nicht Sinn der Angelegenheit!

talybont
18.09.2013, 09:56
zurück zum Thema:
Im Training oder auf Tour Riegel (bevorzuge Oatsnack), reicht absolut aus. Auch prima ist Studentenfutter! Habe ich auf langen MTB Touren (6-8 h) immer dabei.
Im Wettkampf gibt es nur Gel, da kaue ich nicht mehr. Wenn man seinen Stoffwechsel kennt, geht auch ein Marathon ohne feste Nahrung.

svenso
21.09.2013, 16:12
Nachdem ich im Frühjahr auf Malle bei einer 150km Runde bei ungefährt KM 120 so einen Ast hatte (am Ende der 150 im Hotel war ich kreidebleich und habe sternchen gesehen...) und vorher eigentlich nie wirklich auf die Verpflegung unterwegs geachtet habe, weil es irgendwie nie wirklich Probleme gab, nehme ich auf jede längere Tour (so ab 2-3 Stunden) Bananen, PowerBar und PowerBar Gels mit. Ich schaue das ich jede Stunde ne Banane, nen Gel oder nen halben Riegel reindrücke auch wenn ich meine da geht noch was. Das rächt sich meistens dann am Ende wenn mans vergisst oder nicht macht.

Also meine Faustregel: Jede Stunde was reinhauen (vorzugsweise Gels) und dazu nen großen Schluck aus der Pulle. Bei Touren unter zwei Stunden reicht Wasser.
Mein Trainer im Camp auf Malle gab noch den Tipp in eine Pulle Wasser mit Salz (so nen kleines Beutelchen) bei sich zu haben, weil eigentlich der Flüssigkeitsverlust nicht so schlimm wäre wie der Mineralienverlust. Ob was dran ist weiss ich nicht, klang aber plausibel ;)

talybont
21.09.2013, 17:40
Gel sollte nur der Notnagel und kein fester Bestandteil sein, zumindest nicht im Training.

arno¹
21.09.2013, 18:05
ich habe mal ausgerechnet, dass ich mit meinen 10 kg fettvorräten bei 150 km tagestouren mit nem 25er schnitt ohne jedes essen bis gibraltar komme

man kann selbst beim mehrtägigen komplett-fasten bis in die laktatschwelle trainieren. nur sprints gehen nicht mehr

dieses ganze süße zeug sprengt nur den insulin-haushalt, der dann das abrufen aerober leistung im fettstoffwechsel versperrt

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arno¹
21.09.2013, 18:08
ok ich würde natürlich schon in barcelona irgendwo in den barras ein paar häppchen zu mir nehmen :D

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talybont
22.09.2013, 11:12
Guter Einwand. Beim RAAM futtern sich manche Teilnehmer vorher auch bis zu 20 kg Übergewicht an, quasi als Brotkorb. Kommt halt immer auf die Intensität an.

zz-cruiser
20.10.2013, 21:01
Es ist natürlich richtig, dass der Köper die Belastung kennen sollte und man ausreichend Nahrung in der/dem Trikottasche/Bidon mit sich führt.
Über die Zeit habe ich mir angewöhnt immer mit Maltodextrin zu fahren und ich komme damit sehr gut zurecht. Ab und an mal eine kleine Prise Salz bringt ein wenig Abwechslung. Des Weiteren esse ich lieber vor meinen Ausfahrten, aber nüchtern auf 100 km sind mit ein wenig Malto. und Trainig möglich.

Viele Grüße Peter